first day
das also ist hamburg …
noch gestern abend hab’ ich geflucht bei der entscheidung, was alles nicht mit auf diese achtmonatige reise darf und kann, was hingegen muss, und heute sitze ich in einem spärlich möblierten zimmer (mit spärlich meine ich ein bett, sonst nichts) in der hohelufchaussee 132 und versuche fremde wlan-netze anzuzapfen. die sorgen von gestern scheinen bei weitem nicht die tragweite zu haben, wie es schien (nur meine pfanne geht mir ab).
die wohnung ist sehr schön, helle dielenböden, frisch renovierter altbau, entsprechend hohe räume, die küche ist schön und aufgeräumt, bad und toilette sauber, hier lässt sich leben.
die umgebung scheint recht nett … einige lokale, kleine cafés und kneipen sind von der haustüre aus zu sehen, werde die nächsten tage auf entdeckungsreise gehn’. gleich nebenan ist die “arena”, ein kleines fußballstadion, wobei -platz eher bezeichnend wäre, aber zumindest der eingangsberreich ist gesichert, mit drehtüren versehen und versprüht leichtes ligaspiel-flair.
habe äußerst positive erfahrungen mit den hamburgern gemacht, immer nett, stets zuvorkommend. die leute scheinen wirklich schlechte laune nicht zu kennen, oder sind so zivilisiert diese in der öffentlichkeit nicht zu zeigen, was wiederum die laune hebt.
bin mit nick (meine mitbewohner werden später noch ein ausführliches feature bekommen) in eine kneipe ein chili con carne essen gegangen, sehr lecker! sehr uriges lokal ... ich muss nachfragen (und mir merken) wie es heisst.
wie es scheint darf ich meinen wohnsitz nicht offiziell in hamburg melden, da ich in illegaler untermeite wohne, darf kein geld verdienen und kann kein telefon kaufen, weil ich nicht in deutschland wohne, kann desswegen nicht erfolgreich über weitere distanzen kommunizieren, bin also nach postmoderner weltanschauung noch kein mensch.


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