internship in hamburg

Friday, June 30, 2006

es lebe




wenn man konzentriert ist, sich in eine sache vertieft, dann sind die wenigen momente die man tatsächlich für sich hat eine kostbare seltenheit die man erst dann zu schätzen lernt, vielleicht erst dann überhaupt bewusst erlebt.

in den vergangenen tagen war ich oft der letzte, der hinter sich die tür ins schloss fallen ließ und in der wenigen übrigen zeit war mein antriebsdrang nicht stark genug oder mir fehlte schlicht die zeit meine freunde zu treffen. man sieht sich vielleicht zufällig und macht spontan etwas daraus und hat dann durch die fehlende erwartungshaltung die beste zeit. doch in einer stadt wie hamburg trifft man sich selten zufällig.

aber diese momente, wenn ich morgens das büro aufsperre, mich auf den balkon setzte und in den garten hineindenke, seniere, ohne ziel und grund vor mich hingrüble, entschädigen für viel.
heute abend saß ein spatz im gras hinter dem büro und sah mir neugierig zu wie ich im licht der offenen tür stand und an meinem bier nippte. er hoppelte stück für stück näher, pickte hie und da etwas aus dem rasen und sah mich wieder an ... irgendwie neugierig ... wie eine junge katze mit einem vogeluntypischen, wachen blick.
ich bin mir nicht sicher wieviel dieses momentes in dem, durch die viele arbeit hervorgerufenen, delirium seinen ursprung hat und was daran tatsächlich echt war ... aber es fühlte sich großartig an.

es sind diese momente, wenn man vollkommen alleine ist oder glaubt es zu sein und plötzlich, unerwartet reagiert die umwelt.

sooft ich gerne und (ihr wisst) viel mit leuten rede und mich abendelang unterhalte. sogerne ich meine zeit mit freunden verbringe, mich austausche und sosehr mir neuer input wichtig ist, aber dieser eine schüchterne blick bedeutet soviel mehr.


gut zu wissen, dass trotz allem was drunter und drüber gehen kann die welt irgendwie doch in ordnung ist.

Saturday, June 17, 2006

workspace

es ist samstag mittag, viertel vor zwei und ich sitz mutterseelen allein im frauenthal und schneide ein making of. keine glanzleistung an kreativität, viel überbelichtete footage, pc statt mac und ein für meinen geschmack sehr unübersichtliches und mühsamses avid xpress pro (es lebe final cut!!), aber es soll (und wird hoffentlich auch) trotzdem ein schönes erinnerungsstück für die crew des drehs in capstadt werden.
der dreh war schon im november 2005, also bin ich ganz schön im verzug ... darum auch die wochenend-session, keine tagesjobs, die die arbeit immer wieder unterbrechen können und jetzt ist volle konzentration angesagt!.

mein größtes problem ist die musik ... ich finde einfach nichts passendes, bin mit nichts richtig zufrieden und die leise ahnung, dass es wie bei der letzten abnahme genau an diesem punkt kritik geben wird schwächt die motivation noch zusätzlich ... aber irgendwie wird das schon werden, hab ja noch heute und morgen zeit *g*.

tempomedia wird bald in das neue büro umziehen, so habe ich noch ein foto von meinem arbeitsplatz gemacht damit ihr euch ein bild von meinem keller machen könnt. ich setze dann von der übergangsphase und von der fertigen neuen edit-bay fotos online, dann könnt ihr entscheiden, welches euch besser gefällt.

leicht unscharf und dank regnerischem und folglich lichtarmem tag auch etwas körnig, aber immerhin:





update: zum begriff "freie zeiteinteilung" ... klingt sehr schön, würde mir auch gut gefallen, wenn nicht die tatsächliche aussage oder die unmittelbare folge meistens "freizeit einteilung" wäre ...

Thursday, June 15, 2006

back in town

wieder zurück im blog ... und wieder zurück in hamburg!

dass meine cousine geheiratet hat bot eine gute möglichkeit für einen kurztrip nach hause. vier tage vorarlberg, vier tage familie. ist genau der richtige zeitpunkt für eine pause gewesen ...
um das heimweh abzustreifen und den überblick zurück zu gewinnen. etwas frische landluft und kühle erde zwischen den nackten zehen ... der junge vom land ist zufrieden und glücklich.

aber was jetzt wichtiger ist: hamburg hat mich wieder, und diesmal bekomm ich schönes wetter als willkommensgeschenk ... und während mich bei einem gläschen wein im stadtpark die mücken stechen schießt auf der leinwand hinter mir brasilien ein tor ... und weil ich keine chance sehe mich der wm zu entziehen fiebere ich eben ein bisschen mit (wirklich nur ein bisschen, denn einen fernseher kauf ich mir nur desswegen nicht) ... und weil es österreich ja wieder mal nicht geschafft hat bin ich eben für unsere nachbarn: hop schwyz!

die erste halbzeit des praktikums ist nun auch vorbei und ich gewöhn mich langsam dran kein geld zu haben ... und kein internet ... ich habe die hoffnung bereits aufgegeben, dass bis september noch irgendwas im berreich kommunikation geschieht ... das mit der kohle hingegen bekomm ich in den griff.

habe nach meiner rückkehr die letzten freien stunden des vergangenen dienstags damit verbracht ein paar vergünstigungen nachzulaufen, auf die ich als praktikant anspruch habe, aber letztendlich ist es mir herzlich schnuppe ob ich statt 83,- euro "nur" 62,50 für die u-bahn-monatskarte bezahl, das kann ich mir so oder so nicht leisten ... ich glaub da fahr ich besser rad ... ich muss nur endlich den platten flicken, den ich mir beim schneesturm anfang märz zugezogen habe.

ps: ein tribut an alle aktiven blogger! in der nächsten zeit möchte ich meine linkliste deutlich ausweiten, auch wenn die praktikas der meisten 6. semestler bald schon wieder vorbei sind ... wer dazu möchte, oder einen guten tip hat kann mir gerne ein mail schreiben.