internship in hamburg

Tuesday, September 12, 2006

es wird zeit


langsam bin ich durch ... auch auf meinen erschöpften zustand bezogen, aber prinzipiell weil in vier tagen mein arbeitsverhältnis endet ... sieben tage noch und ich bin auf dem weg nach hause ...

... nicht falsch verstehen! ich hatte eine gute zeit hier und hab viel gelernt. werd hamburg auf jeden fall vermissen, auch wenn rundherum viel deutschland ist ;)

zwei bilder der neuen edit-bay hatte ich versprochen ... da aber der neue schnittplatz nicht fertig sein wird bevor ich fertig bin, gibts erstmal ein bild vom umzug ... nämlich meinen "avid-mini" ... und damit die spannung bleibt (und weil ich bis heute kein bild meiner übergangslösung gemacht habe) setzte ich bäldestens auch ein bild des improvisierten schnittplatzes online, bei dem festplatten und lautsprecher am boden, das telefon auf dem rechner und das mischpult auf dem kontrollmonitor steht. wer so arbeitet, den stört auch der staub nicht mehr ...





langsam wirds auch etwas leiser ... die überstehenden mauerteile sind abgerissen, die nötigen durchgänge geschlagen ... es wurde gebohrt, gehämmert und geschliffen ... nur noch manchmal duftet es verführerisch nach bodenöl oder dispersionsfarbe aus dem flur ... schade, ich glaube die ganzen giftstoffe haben erheblich zum guten schlaf der letzten wochen beigetragen.

stichwort schlafen:
ich hatte urlaub ... und besuch...

und wieder war jürgen zu faul fotos zu machen, weil er damit beschäftigt war hamburg zu erkunden, geld auszugeben oder den tag zu verschlafen ...
aber ein paar hab ich ... raritäten sag ich euch, raritäten:





lukas am viewpoint ... seid froh, dass das hässliche ding auf dem wir stehen außerhalb des bildes ist. hamburg! ihr habt so viel sinn für geschmack, warum macht ihr dann sowas!? - wobei ich euch die wm-tore aus blauen neonröhren überall in der stadt auch übelnehm :)





ich in camouflage ... fluch der karibik-style.





lukas danct meinen imac an ... nur übung macht den meister.





daddy macht fotos ... der links, mit der hohen stirn.





mam, nachdem wir endlich einen strand gefunden haben, für den man nicht bezahlen muss ... alledings auch nur, weil bei dem wetter niemand kassiert hat.





dar höstäffl. genaugenommen waren wir zu gast bei ihm ...

und als letztes bild noch ein eindruck von der ostsee ...





... und hier war der eintritt übrigens frei!

Tuesday, July 18, 2006

tempomedia ist umgezogen!

so ein kopletter firmenumzug ist schon interessant, auch wenn das hauptteam nur aus 7 leuten besteht gibt es einiges, das es zu bewegen gilt.

nachdem jeder seinen eigenen kram verpackt hatte und die möbelpacker angefangen konnten die schränke von der wand zu reißen, waren tom und ich damit beschäftigt telefon, internet und natürlich den avid schnellstens möglich in der hochallee aufzubauen und zum laufen zu bringen.
die möbelpacker hatten desswegen zu reißen, weil der damalige tischler den möbelunterbau an die wand geleimt, mit bauschaum geklebt, genagelt und zum schluss mit 100er schrauben fixiert hatte ... somit lößte sich statt der möbel meist der gesamte putz und den part an den leichtbauwänden musste ein trockenausbauer übernehmen ... es bewegte sich eher die wand als die bretter.

tom hat telefon und internet innerhalb eines nachmittags (und des dazugehörenden abends) zum laufen gebracht und das dazugehörende lan aufgesetzt ... das neue büro war somit bereit für die arbeitenden.

mein part war der avid.
zuerst reduzierte ich die vorhandenen geräte auf das absolute minimum, suchte aus dem übriggebliebenen kabelhaufen das nötige heraus, wobei die größte herausforderung war, die verkabelung ohne patchbay hinzukriegen da ich während der übergangsphase keinen platz für mein rack habe (patchbay ist ein brett mit löchern, an dessen hinterseite alle ein- und ausgänge der geräte des schnittplatzes angehängt sind. an der vorderseite kann man dann durch das stecken kurzer kabel relativ einfach jedes signal zum gewünschten ziel leiten – im fall meines avids sind es eine audio- und eine videopatchbay die es zu umgehen galt; ein rack ist eine kiste oder ein schrank ohne vorder- und rückseite, in die verschiedenste geräte eingebaut werden können).
problem gelöst und so stark reduziert passt die ganze apparatur gerade so in einen vw touran mit umgelegten sitzen und braucht ganze 18 steckdosen ... und hat keine beta-maz ...

freitag abend um 10 war das ding verpackt (bilder davon hab’ ich noch ... kommen später) und am samstag morgen um 10 lief das ding wieder und war bereit für seinen einsatz ... leider war ich das danach nicht mehr ...
... das gemeinste ist, dass sobald mein neues büro fertig ist, ich den kram wieder abstöpseln und vom zweiten stock in den keller tragen kann ... dafür bekomm ich ein neues rack (mit glastür ... edel!) und neue kabel und darf das komplette audio über das mischpult legen, was mir das häufige einpegeln ersparen oder zumindest erleichtern sollte.

und ich hab’ das einzige büro mit direktem zugang zum garten ...
... das ist doch gut!

aber bis dahin arbeiten wir noch inmitten einer baustelle und wenn das mit der feinstaubbelastung so weitergeht, braucht die tempo bald mehr als nur neue kabel am avid ...

PS: hatte ich erwähnt, dass während des gesamten umzugs, der deutlich länger gedauert hat, als nur den beschriebenen freitag und samstag, das tagesgeschäft wie "normal" abzuwickeln war? dat warn ding!!

Saturday, July 01, 2006

kontrastprogramm

gestern das viertelfinale deutschland-argentinien. zum spiel muss ich nichts sagen, das machen andere, aber die party danach ist auf jeden fall ein paar worte wert ...

nachdem ich das spiel selber noch in der firma miterlebt habe, komm ich direkt nach dem 11meter-schießen raus auf die straße ... ein unglaubliches bild ... die hupenden autos waren ja absehbar, aber die leute stehen auf den balkonen, laufen durch die straßen, jubeln und singen, aber friedlich ... echt wahsinn.
überall lachen mich gesichter an ... jedes überqueren einer straße wird von den wartenden autofahrern angefeuert und ich hab' keine chance das breite grinsen auf meinem gesicht zu verstecken ... der blumenhändler verschenkt seine ware weil er, obwohl kroate, einfach nicht mehr weiß wohin mit seiner freude.

ab in die bahn und richtung altona, wo ein paar freunde sich in jerry's kneipe das spektakel gegeben haben.

schon vor dem einsteigen beginnt die platzangst sich zu melden und endlich im wagon ging der spaß dann richtig los ... zu "wer nicht springt, der ist ein argentinier!" hüpft die gesammte mannschaft und mit ihr schwingt der wagon gefährlich über hamburgs gleise. ein riesen spaß!
und dass der platz zum schluss nicht mal reicht um den kopf zu drehen und der dame hinter mir zu sagen, dass sie sich nicht an ihrem begleiter sondern an meiner hand festhält hindert keinen daran weiter zu springen und zu jubeln.

"zu gast beim weltmeister!" hängt schon an einigen balkonen.

das muss man erlebt haben ... gefeiert wird zusammen, egal wessen mannschaft gewonnen hat ... und auch die argentinier hängen sich über ihr blau-weißes trikot einen schwarz-rot-goldenen schal.

nach der party bei jerry's und einem passiv miterlebten italien-ukraine spiel, geht's ab auf den kiez ... eigentlich hatte ich vor diesem endgültigen overkill an fanmassen aus dem weg zu gehn, aber geht nicht ... da fährt der zug drüber (und in unserem fall wackelt er dabei gewaltig ...)

und wer meint die reeperbahn schon voller menschen gesehen zu haben, hat keine ahnung ... es wird getantzt, gejubelt und gefeiert ... und mit einer ausgelassenheit. ich hab endlich meine skepsis gegenüber den vielen flaggen verloren. ich hab' kaum einen getroffen, dem ich unterstellen könnte diese euphorie nicht nur auf das spiel oder die mannschaft zu beziehen ... natürlich gibt es schwarze schafe, aber es sind diejenigen, die auch ohne wm auffallen ... und ich hab' das gefühl es sind grad jetzt weniger als in der fußballfreien zeit.

wenn ich mir den spaß nach einem viertelfinal-spiel ansehe, und mir vorstelle (oder es zumindest versuche) was abgeht wenn deutschland tatsächlich weltmeister werden würde ...

... ich glaube ich sperr mich 2 wochen lang ein, einfach nur um am leben zu bleiben ...

Friday, June 30, 2006

es lebe




wenn man konzentriert ist, sich in eine sache vertieft, dann sind die wenigen momente die man tatsächlich für sich hat eine kostbare seltenheit die man erst dann zu schätzen lernt, vielleicht erst dann überhaupt bewusst erlebt.

in den vergangenen tagen war ich oft der letzte, der hinter sich die tür ins schloss fallen ließ und in der wenigen übrigen zeit war mein antriebsdrang nicht stark genug oder mir fehlte schlicht die zeit meine freunde zu treffen. man sieht sich vielleicht zufällig und macht spontan etwas daraus und hat dann durch die fehlende erwartungshaltung die beste zeit. doch in einer stadt wie hamburg trifft man sich selten zufällig.

aber diese momente, wenn ich morgens das büro aufsperre, mich auf den balkon setzte und in den garten hineindenke, seniere, ohne ziel und grund vor mich hingrüble, entschädigen für viel.
heute abend saß ein spatz im gras hinter dem büro und sah mir neugierig zu wie ich im licht der offenen tür stand und an meinem bier nippte. er hoppelte stück für stück näher, pickte hie und da etwas aus dem rasen und sah mich wieder an ... irgendwie neugierig ... wie eine junge katze mit einem vogeluntypischen, wachen blick.
ich bin mir nicht sicher wieviel dieses momentes in dem, durch die viele arbeit hervorgerufenen, delirium seinen ursprung hat und was daran tatsächlich echt war ... aber es fühlte sich großartig an.

es sind diese momente, wenn man vollkommen alleine ist oder glaubt es zu sein und plötzlich, unerwartet reagiert die umwelt.

sooft ich gerne und (ihr wisst) viel mit leuten rede und mich abendelang unterhalte. sogerne ich meine zeit mit freunden verbringe, mich austausche und sosehr mir neuer input wichtig ist, aber dieser eine schüchterne blick bedeutet soviel mehr.


gut zu wissen, dass trotz allem was drunter und drüber gehen kann die welt irgendwie doch in ordnung ist.

Saturday, June 17, 2006

workspace

es ist samstag mittag, viertel vor zwei und ich sitz mutterseelen allein im frauenthal und schneide ein making of. keine glanzleistung an kreativität, viel überbelichtete footage, pc statt mac und ein für meinen geschmack sehr unübersichtliches und mühsamses avid xpress pro (es lebe final cut!!), aber es soll (und wird hoffentlich auch) trotzdem ein schönes erinnerungsstück für die crew des drehs in capstadt werden.
der dreh war schon im november 2005, also bin ich ganz schön im verzug ... darum auch die wochenend-session, keine tagesjobs, die die arbeit immer wieder unterbrechen können und jetzt ist volle konzentration angesagt!.

mein größtes problem ist die musik ... ich finde einfach nichts passendes, bin mit nichts richtig zufrieden und die leise ahnung, dass es wie bei der letzten abnahme genau an diesem punkt kritik geben wird schwächt die motivation noch zusätzlich ... aber irgendwie wird das schon werden, hab ja noch heute und morgen zeit *g*.

tempomedia wird bald in das neue büro umziehen, so habe ich noch ein foto von meinem arbeitsplatz gemacht damit ihr euch ein bild von meinem keller machen könnt. ich setze dann von der übergangsphase und von der fertigen neuen edit-bay fotos online, dann könnt ihr entscheiden, welches euch besser gefällt.

leicht unscharf und dank regnerischem und folglich lichtarmem tag auch etwas körnig, aber immerhin:





update: zum begriff "freie zeiteinteilung" ... klingt sehr schön, würde mir auch gut gefallen, wenn nicht die tatsächliche aussage oder die unmittelbare folge meistens "freizeit einteilung" wäre ...

Thursday, June 15, 2006

back in town

wieder zurück im blog ... und wieder zurück in hamburg!

dass meine cousine geheiratet hat bot eine gute möglichkeit für einen kurztrip nach hause. vier tage vorarlberg, vier tage familie. ist genau der richtige zeitpunkt für eine pause gewesen ...
um das heimweh abzustreifen und den überblick zurück zu gewinnen. etwas frische landluft und kühle erde zwischen den nackten zehen ... der junge vom land ist zufrieden und glücklich.

aber was jetzt wichtiger ist: hamburg hat mich wieder, und diesmal bekomm ich schönes wetter als willkommensgeschenk ... und während mich bei einem gläschen wein im stadtpark die mücken stechen schießt auf der leinwand hinter mir brasilien ein tor ... und weil ich keine chance sehe mich der wm zu entziehen fiebere ich eben ein bisschen mit (wirklich nur ein bisschen, denn einen fernseher kauf ich mir nur desswegen nicht) ... und weil es österreich ja wieder mal nicht geschafft hat bin ich eben für unsere nachbarn: hop schwyz!

die erste halbzeit des praktikums ist nun auch vorbei und ich gewöhn mich langsam dran kein geld zu haben ... und kein internet ... ich habe die hoffnung bereits aufgegeben, dass bis september noch irgendwas im berreich kommunikation geschieht ... das mit der kohle hingegen bekomm ich in den griff.

habe nach meiner rückkehr die letzten freien stunden des vergangenen dienstags damit verbracht ein paar vergünstigungen nachzulaufen, auf die ich als praktikant anspruch habe, aber letztendlich ist es mir herzlich schnuppe ob ich statt 83,- euro "nur" 62,50 für die u-bahn-monatskarte bezahl, das kann ich mir so oder so nicht leisten ... ich glaub da fahr ich besser rad ... ich muss nur endlich den platten flicken, den ich mir beim schneesturm anfang märz zugezogen habe.

ps: ein tribut an alle aktiven blogger! in der nächsten zeit möchte ich meine linkliste deutlich ausweiten, auch wenn die praktikas der meisten 6. semestler bald schon wieder vorbei sind ... wer dazu möchte, oder einen guten tip hat kann mir gerne ein mail schreiben.

Wednesday, May 10, 2006

minimania

ganz zu anfang meines aufenthalts ist mir aufgefallen, wie verdammt schwer es ist, ein normal gewachsenes fahrzeug in dieser stadt unterzubringen ... geschweige denn solche, wei sie in vorarlberg als normal gehandelt werden. doch anstatt nur smart zu fahren (zugegeben, es gibt tausende davon) fährt der hamburger mit stil klein.

hier ein paar bilder von meinem (ehemaligen) weg zur arbeit:



















































































exploring the environment

ein zugegebenermaßen erwartetes plus an zeit durch weniger, stärker beschäftigte mitbewohner, ermöglicht es mir, abends die neue umgebung zu erkunden. ich weigere mich noch es ausgdehnte spaziergänge zu nennen, aber wem's gefällt, das ergebnis bleibt das selbe.

also marschiere ich ziellos durch winterhude und schau mich um. sehe häuser die wie kleine (oder auch nicht so kleine) schlösser aussehen, kanäle die berudert werden, ausflugsboote, die für ebenjene kanäle viel zu groß sind, jogger, wunderbare lichtstimmungen in der fast sommerlichen abendatmosphäre, hab ich die jogger schon erwähnt? es müssen tausende sein.

was wirklich fasziniert, ist wie sich das bild von straßenecke zu straßenecke völlig verändert, wirklich verändert. gerade noch zwischen mittelschichtigen 3/4 stöckigen blockbauten gestanden, sehe ich mich plötzlich zwischen prächtigen stadtvillen stehen und eine straße weiter säumen 5-stöckige altbauten die wege

... nur eines bleibt erhalten ... viel pflanzen, grün, bäume, blüten, birken, heuschnupfen, gesundheit!!

ich liebe diese stadt trotzdem ...