internship in hamburg

Friday, February 03, 2006

st. pauli und der kiez

erste sonnenstrahlen. die stadt zeigt sich freundlich, dem perfekten start in den tag steh nun nicht mehr viel im weg ... bis auf die nicht beherrschten kaffeemaschinen ...

habe heute die zweite von dreien ausprobiert, die in der wohnung verteilt sind … war nicht das gelbe vom ei, schmeckte ehrlich gesagt sogar gräßlich, werde morgen vielleicht die dritte testen ... vielleicht verzichte ich auch lieber für meinen restlichen aufenthalt in hamburg auf kaffee.

während ich mich damit abfinde, nie wieder kaffee trinken zu können, klart der himmel ganz auf, ich bekomme blaues zu sehen ... wenigstens ist die welt gnädig mit den unglücklichen.

der plan mir dann zu mittag was zu kochen scheiterte schon in den anfängen, da nicht einmal salz zu finden war ... dieses gekauft fehlte dann das zweite: öl (hatte ich nicht besorgt, weil ich eine bestimte flasche in der küche für olivenöl gehalten hatte ... konnte ja nicht wissen, dass mein mitbewohner 4 verschiedene essig-sorten hortet)
... ging auch ohne!
glücklicherweise hatte ich nudeln und pesto gestern selber eingekauft, somit konnte da zumindest nichts schiefgehn’. ergebnis: nudeln schmecken auch ohne das olivenöl im wasser ... wenn das pesto nur ölig genug ist.

auf dem weg zum supermarkt ist mir ein entscheidendes merkmal aufgefallen, an dem man erkennt, dass man sich in einer großstadt befindet. nirgens sonst musst du um hundert meter zu gehn’ an drei ampeln auf grün warten, von denen keine über eine straße führt, die man bedenkenlos ohne rücksicht auf das rote leuchten überqueren könnte. gesünder leben braucht zeit!

nach dem abendessen allerdings ging die show los: ab aufn’ kiez!
zuerst in “rosi’s bar”, einer kleinen kneipe in einer seitenstraße der reeperbahn, in der in einem “hinterzimmer” ein tischkick steht. um meine pflicht als uwe’s-gänger zu erfüllen musste ich fordern und meine würdigkeit beweisen.
natürlich hab’ ich verloren, aber ich bin um einiges an erfahrung reicher:
hamburger spielen mit mitte-tor, auf unendlich schrägen tischen, für die man stahlarbeiterarme braucht um den (unglaublich schweren) ball mit den (unglaublich schwergängigen) figuren halbwegs zügig zu bewegen, sprich die trägheit der masse. es ist hier noch ein spiel für richtige männer ...

später noch in die “cobra-bar”, in der die musik zwar vorzüglich war, aber die gäste hatten heute eher pogo als tanzen im kopf , so sind wir, teilweise lädiert, abgezogen, und nach einem absacker in der “maniac-bar” (ich bin mir nicht sicher, ob sie so heißt, aber das tut nichts zur sache) dann sichtlich erschöpft nach hause.

die reeperbah ist eine sache für sich, es ist massig was los, es erinnert rein von den menschenmassen etwas an disneyland oder europapark ...
viel polizei! ich hab’ mir sagen lassen, dass die reeperbahn früher ein extrem gefährliches pflaster gewesen sein muss, des öfteren haben sich besitzer von nachtclubs gegenseitig erschossen, gab es bandenschläger- und –schießereien.
auf dem heutigen kiez bekommt dafür jeder was er will. findet man die entsprechenden seitenstraßen kann man in einer ganz gemütlichen, urigen bar bei guter musik sitzten (ok, sitzten wird am wochendende meistens nicht gehn’) und ein bier trinken, oder einen block weiter ausgiebig tanzen, oder ab in einen der vielen stripschuppen *zwinker*.
es findet wirklich jeder etwas ... das totale angebot.

2 Comments:

Anonymous Anonymous said...

und? schon "fettes brot" über den weggelaufen?? =)

4/2/06 14:54

 
Blogger Jürgen Raich said...

nein, leider noch nicht, aber am samstag hab' ich die "tomte" cd-präsentation gehört (zum sehen war der "grüne jäger" zu voll)

5/2/06 14:51

 

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