internship in hamburg

Saturday, March 25, 2006

jaja, die zeit ...

nicht nur, dass ich sowieso kaum zeit habe, mein privatleben am kurzen wochenende irgendwie in ordnung zu bringen, nein, ich schaff es auch noch wichtige (frei-)zeit damit zu verbringen, abgaben zu machen, welche ich nicht leisten muss.

letztes wochenende beispielsweise bin ich nicht einen schritt vor die tür gegangen, damit ich fit bin und für kultur&design eine achtseitige ausführung zum buch erewhon von samuel butler schreiben kann. dank dem allzeit präsenten phänomen der procrastination wird es montag morgen zwei uhr bis das pdf im posteingang meines dozenten liegt ...
... am montag vormittag erhalte ich die erwartete antwort, jedoch mit (sinngemäß) folgendem inhalt:

".. ich glaube es liegt ein missverständnis vor. eine schriftliche ausführung des referats hatte ich (anm.: der dozent) nur von jenen studenten verlangt, die keine präsentation gehalten haben. du hattest aufgrund deiner leistung bereits im januar die entsprechende note eingetragen ..."

wenigstens hab ich geld gespart und ordentlich was fürs hirn getan.


weitere zeitraubende, wenn auch wesentlich sinnvollere, aktivitäten:

am donnerstag war ich auf meinem ersten professionellen dreh!

ein verhältnismäßig kleines projekt das an einem tag abgedreht war. erstaunlich war die menge an material ... alleine der fette dolly, mit e-motor, sitz und lenkrad (es wurde nicht eine kamerafahrt gedreht), in zusammenhang mit den worten das ist das ABSOLUTE minimum!
möchte wissen wie ein großes projekt aussieht ...

alles in allem ein sehr interessanter tag. nicht nur den ablauf eines drehs in einem eingespieltem team zu sehen, sondern auch mit zu bekommen, wie einige jener probleme, die schon bei unseren eigenen studentischen projekten auftraten, wieder zu sehen und zu erfahren wie diese gelöst werden.

... und ein wunderbares bild, wenn der regisseur mit ruhe bitte! wir drehen. das gesamte team zu salzsäulen erstarren lässt, egal ob man gerade in zweieinhalb meter höhe an einem regal hängt oder mit einem bündel raschelndem packpapier auf den armen über herumliegendes material balanciert. alles bleibt stehen ... sah manchmal ganz schön witzig aus.

... und, was mich wirklich überascht hat, weil ich von anderen drehs einiges über verhaltensweisen und starallüren von regisseuren gehört habe, war ein zwischen den lichtstativen werkender andreas kayales (= regie), der nach drehschluss ordentlich zugepackt hat. ich glaube mich sogar erinnern zu können ihn mit einem der richtig schweren stative auf den schultern gesehen zu haben ... keine selbstverständlichkeit ... wie gesagt: gutes team!

... es ist zwar kein weltveränderndes kunststück ... man muss machen, was der kunde kauft ... in dem fall eine frau die danone ativia bewirbt (... weil's hilft ... und schmeckt!)

als gegengewicht, ich möchte ja nicht dass jemand denken könnte tempomedia macht nur tabletops, wäre der neue audi q7 spot zu nennen, der zur zeit auch auf sendung ist ... um ein bisschen anzugeben *g*.


also wenn ich in letzter zeit nicht allzu oft zu erreichen war, ihr könnt beruhigt sein, ich bin weder krank noch verschwunden ... habe nur ein bisschen was zu tun ...

Monday, March 13, 2006

atlantis am polarkreis

bestimmt hat der ein oder andere in den nachrichten verfolgt wie hamburg im schnee versinkt.
es waren keine unmassen, stellenweise vielleicht ein halber meter, meistens aber deutlich weniger, doch die straßenmeisterei hat gerade dieses wochenende gestreikt ...

... hier ein paar eindrücke des schneestrumes und der stunden danach:


hier zwei fotos von der terrasse bei tempomedia ... sorry wegen dem eingebrannten datum, aber das war als beweismittel nötig.










hier der blick während einer kurzen pause im sturm, einmal aus meinem zimmer ...





... durch die nasse küchentür hinaus auf die dächer ...





... und die andere seite, mit blick auf die hoheluftchaussee ...















leider habe ich vom sonntag keine fotos ... wir sind den ganzen tag nur faul in der sonne (dank vierter stock) gelegen und haben den bauch gerieben, während ein paar meter unter uns die leute auf den spiegelglatten wegen und straßen rutschte ... kaffee getrunken ... später etwas feines gekocht ... traumhaft!

... aber noch ein stimmunsbild aus der nacht!!

Saturday, March 04, 2006

"smalltalk blogging" oder "über das wetter"

kühl ist diese stadt ... um die null grad pendelte in den letzten wochen das thermometer. die fehlenden hanschuhe machen sich bemerkbar. es ist ungewöhnlich feucht, aber nicht unangenehm. trotz regen ist radfahren möglich, wenn auch nicht immer sehr angenehm, aber die hose bleibt meist trocken.

die stadt ist immer freundlich ... wenn in vorarlberg ein richtig regnerischer tag ist, werden die menschen ruhig, antriebslos, man bleibt zuhause; hamburg ist anders, man lebt mit den schlechtwettertagen, es ist normal ... könnte an den kurzen wegen liegen, aber auch daran, dass das schlechtwetter selten sehr heftig ist.

wind ... ständig weht ein süd-ostler ... hält dieser wind den sommer durch, wird es eine schöne segelsaison. kenne bereits einige segler, und den gerüchten zufolge ist die außenaltser ein kleines jollenparadies. hoffentlich reichen zeit und geld ...

trotz dem an sich maritimen klima ist heute ein wunderschöner tag ... fast wolkenfrei, trockene -1°C ... es lässt sich träumen! der spaziergang ist bereits vorprogrammiert.

ich laufe durch die straßen, sehe den "sky-market", der später noch ein ziel sein soll, aber vorerst wandern! ich spaziere von der hoheluft ein stück weit in richung uke, sehe den passanten in die augen ... überall das selbe glück, dieser frische ausdruck, ein bisschen wärmer und es wäre ein bilderbuch-frühlingstag, wie die klaren, grünen morgen im portugiesischen mai.
vor mir ein junger mann, knappe dreißig, eine zigarette zwischen den lippen, ein blaues wölkchen über der schulter ... ich atme tief ein ... er sieht entspannt aus, vielleicht auf dem nachhauseweg von der party am abend zuvor. aber gepfelgt ... könnte bei einer frau gewesen sein ... ich grinse.

ich biege in ein seitensträßchen ein, ein kleines café lächelt mich an ...
durch das fenster blicke ich in die welt hinaus. mache mir klar, in welch fantastischer situation ich mich befinde. wie nah ich einem meiner wichtigsten und ehrlichsten träume bin. es scheint nicht der falsche weg zu sein ...

... während ich meinen latte schlürfe gehe ich still meine freunde durch.

meine mitbewohner nick, der medizinstudent der nie zuhause ist, aber mit dem ich es schaffe milch und butter zu teilen ohne uns darüber absprechen zu müssen, jonas, der wg-älteste im sinn von hier verbrachter zeit, der ohne seinen kaffee nicht ansprechbar ist und rubèn, der spanische biotechniker, der seinen freundeskreis aus allen möglichen erdteilen zusammengewürfelt hat und darum, trotz 4 jahren in hamburg, immer noch wenig deutsch spricht.

anna-julia, die gefühlsbetonte schauspielerstochter, die in den tag hineinträumt und von der ich immer noch nicht genau weiß was sie eigentlich alles macht.
tobias, der jurist in dessen wohnung ich anfangs fast eingezogen wäre.
tom, mein betreuer bei tempomedia, der mehr als nur mein lehrer und mitarbeiter ist.
nicos, der stattliche grieche.
chrissi und daniela, die auch bei tempomedia arbeiten und herzhaft feiern können.
...

gezahlt und wieder auf der straße blicke ich mich um ... man merkt, dass noch winter ist und der wind eine frische note mitbringt ... ich gehe los, auf den warmen schein an der nächsten kreuzung zu ... ich tanke ein paar sekunden sonne ... weiter meinen zielen nach, lächend ...

Wednesday, March 01, 2006

gustav gans!

so, die anfänglichen schwierigkeiten und stolpersteine sind überwunden. was fehlt ist überschaubar und durchaus kein berg mehr an arbeit ... und ich sah, es war gut so!

in der firma läuft alles so wie's soll, mitlerweile hab ich's sogar geschafft den telefonkram in den griff zu bekommen. ich bin zwar wirklich nicht der geborene anrufbeantworter, aber ich taste mich heran ... man kann zumindest von mir weitergeleitet werden und die nachrichten die ich aufschreibe sind nicht ganz fürn arsch *g*.

privat siehts auch nicht schlecht aus und wenn ich meine wohnungssituation betrachte sogar fast rosig.

ich freue mich noch darüber, mich richtig eingelebt zu haben und genieße das ein bisschen, aber im hinterkopf trommelt schon was ... in eineinhalb monaten muss ich hier raus und eine neue wohnung haben ...

rosig aber trotzdem, denn ich habe gestern völlig unvermittelt ein wohnungsangebot bekommen und schau mir am sonntag die ganze sache mal an.
witzig, dass an dem tag, an dem ich zu suchen beginne, ein freund von der arbeit über skype gefragt wird, ob er nicht jemanden kenne, der eine wohnung sucht. noch zufälliger ist, dass er den satz laut vorließt ohne zu wissen, dass ich überhaupt interessiert bin ... naja, und dass mein freund überhaupt so gefragt wird liegt nur daran, dass derjenige, der einen neuen mitbewohner sucht, gerade in miami ist und sich schlecht darum kümmern kann ...

... ein bisschen glück braucht der mensch.

ein kleiner wehrmutstropfen nur, denn diese wg hier gefällt mir richtig gut ... und ich will nicht in einem monat (ein bisschen mehr) schon wieder ausziehen ... irgendwie schade.

... aber auf ein neues !!