jaja, die zeit ...
nicht nur, dass ich sowieso kaum zeit habe, mein privatleben am kurzen wochenende irgendwie in ordnung zu bringen, nein, ich schaff es auch noch wichtige (frei-)zeit damit zu verbringen, abgaben zu machen, welche ich nicht leisten muss.
letztes wochenende beispielsweise bin ich nicht einen schritt vor die tür gegangen, damit ich fit bin und für kultur&design eine achtseitige ausführung zum buch erewhon von samuel butler schreiben kann. dank dem allzeit präsenten phänomen der procrastination wird es montag morgen zwei uhr bis das pdf im posteingang meines dozenten liegt ...
... am montag vormittag erhalte ich die erwartete antwort, jedoch mit (sinngemäß) folgendem inhalt:
".. ich glaube es liegt ein missverständnis vor. eine schriftliche ausführung des referats hatte ich (anm.: der dozent) nur von jenen studenten verlangt, die keine präsentation gehalten haben. du hattest aufgrund deiner leistung bereits im januar die entsprechende note eingetragen ..."
wenigstens hab ich geld gespart und ordentlich was fürs hirn getan.
weitere zeitraubende, wenn auch wesentlich sinnvollere, aktivitäten:
am donnerstag war ich auf meinem ersten professionellen dreh!
ein verhältnismäßig kleines projekt das an einem tag abgedreht war. erstaunlich war die menge an material ... alleine der fette dolly, mit e-motor, sitz und lenkrad (es wurde nicht eine kamerafahrt gedreht), in zusammenhang mit den worten das ist das ABSOLUTE minimum!
möchte wissen wie ein großes projekt aussieht ...
alles in allem ein sehr interessanter tag. nicht nur den ablauf eines drehs in einem eingespieltem team zu sehen, sondern auch mit zu bekommen, wie einige jener probleme, die schon bei unseren eigenen studentischen projekten auftraten, wieder zu sehen und zu erfahren wie diese gelöst werden.
... und ein wunderbares bild, wenn der regisseur mit ruhe bitte! wir drehen. das gesamte team zu salzsäulen erstarren lässt, egal ob man gerade in zweieinhalb meter höhe an einem regal hängt oder mit einem bündel raschelndem packpapier auf den armen über herumliegendes material balanciert. alles bleibt stehen ... sah manchmal ganz schön witzig aus.
... und, was mich wirklich überascht hat, weil ich von anderen drehs einiges über verhaltensweisen und starallüren von regisseuren gehört habe, war ein zwischen den lichtstativen werkender andreas kayales (= regie), der nach drehschluss ordentlich zugepackt hat. ich glaube mich sogar erinnern zu können ihn mit einem der richtig schweren stative auf den schultern gesehen zu haben ... keine selbstverständlichkeit ... wie gesagt: gutes team!
... es ist zwar kein weltveränderndes kunststück ... man muss machen, was der kunde kauft ... in dem fall eine frau die danone ativia bewirbt (... weil's hilft ... und schmeckt!)
als gegengewicht, ich möchte ja nicht dass jemand denken könnte tempomedia macht nur tabletops, wäre der neue audi q7 spot zu nennen, der zur zeit auch auf sendung ist ... um ein bisschen anzugeben *g*.
also wenn ich in letzter zeit nicht allzu oft zu erreichen war, ihr könnt beruhigt sein, ich bin weder krank noch verschwunden ... habe nur ein bisschen was zu tun ...









