internship in hamburg

Tuesday, February 21, 2006

meldung

zum stand der dinge:

ich bin jetzt offiziell hamburger. tatsächlich ist hamburg sogar mein hauptwohnsitz (oder alleiniger wohnsitz) weil es den deutschen behörden herzlich egal ist, ob ich in österreich bereits einen hauptwohnsitz habe oder nicht ... find ich ok, hauptwohnsitze ich halt an zwei orten.
d.h. ich darf jetzt offiziell in deutschland arbeiten (und geld verdienen), denn ich hab' eine lohnsteuerkarte bekommen ... juhuu.

damit alles glatt läuft, habe ich mir auch ein deutsches konto zugelegt. ich bin jetzt haspa-kunde *g*. auf dem ist zwar noch nichts drauf, aber meine firma weiß wenigstens wohin mit der kohle.

und kommunikationsmäßig geht's auch bergauf. ich habe zwar meine sim-karte nicht bekommen, die gründe dafür konnte/durfte mir der anbieter nicht mitteilen, aber ich habe mir jetzt einen skype-out und einen skype-in account zugelegt, d.h. ich kann mit meinem computer in die weite welt telefonieren (um einen vernünftigen preis) und man kann mich auch anrufen, von hamburg aus zum ortstarif ... (die nummer geb' ich hier nicht preis *g* ... wer sie haben möchte kann mir gern eine e-mail schreiben oder mich im icq/ichat/msn usw. fragen; es ist nicht so, dass ich sie nicht gerne hergebe).

mein so günstig ersteigertes fahrrad ist bislang noch nicht geklaut worden, habe aber um den alten drahtesel auch ein ziemlich dickes schloß gehängt. ich war mir anfangs nicht sicher, ob der hinterreifen die luft hält oder nicht, aber ich fahre jeden tag damit zur arbeit (egal bei welchem wetter - hab' immer noch kein u-bahn-ticket) und die luft ist noch drin ... die reifen sind nicht übervoll, aber sie scheinen wenigstens zu halten ... nur ein bisschen doof ist, dass meine lichtanlage nicht 100%ig wasserdicht zu sein scheint ... scheinen ist gut, wenn es regnet scheint es nicht!
ich hab bereits alles mit gaffer-tape abgeklebt, was abzukleben war ... egal, wirds halt finster.


zu den geldangelegenheiten nochmal kurz:
wer in deutschland schulden hat (dazu gehört bereits schon das überziehen des kontos), der bekommt einen eintrag in der schufa. der springende punkt ist, dass du auf jedem vertrag, von miete bis zu telefon, unterzeichnen musst, dass der vertragspartner diese daten einsehen darf (du selber siehst sie nur wenn du dafür bezahlst). wäre alles kein problem, wenn die schufa-einträge nach einiger zeit gelöscht werden würden ... werden sie aber nicht. es ist praktisch unmöglich wieder sauber zu werden (fett vorstrafenmäßig).
krass?!

wenn ich das so richtig verstanden habe, dann muss man echt vorsichtig werden...
... uns österreichern geht's in dem stück noch ganz gut!


etwas sehr wichtiges noch ... ich glaub' nicht, dass alle wissen, was ich so bei der arbeti treibe ...

zum ablauf in der firma:
tempomedia bekommt einen auftrag mit einem treatment auf den wir mit vorschlägen für regisseure antworten. ... dann beginnt der gesamte produktionsablauf, mit dop, storyboard, casting, location, moods, und, und, und ...
dann der dreh (von dem hab ich life noch nichts mitbekommen) der zur zeit beispielsweise in sydney stattfindet. ich hoffe darauf auch mal mit auf einen dreh zu kommen, würde mich sehr interessieren (nur wegen der arbeit natürlich) ...
die postproduction geschieht über externe posthäuser (da darf ich nicht ran) und wir liefern dann das fertige produkt bei der agentur ab.

ich habe bei tempomedia bis jetzt showreels von regisseuren als vorschläge für die werbeagenturen zusammengestellt und als dvd versandt. wirklich kein sehr spektakulärer job, aber man lernt viele arbeitsabläufe kennen und sieht sehr viel material von teilweise bekannten namen ... kann auch sehr anspruchsvoll, oder auch anstrengend sein. ich lerne sehr viel bzw. gewinne an sicherheit in dingen wie codierung, einspielen von verscheidenen quellen und schneller verarbeitung von castings (die müssen anscheinend immer sehr schnell wieder raus).
gestern hab ich die möglichkeit bekommen in der nächsten zeit ein making-off einer werbefilmproduktion zu schneiden. es ist nichts "wichtiges" oder großes, aber ich kann ein bisschen am avid spielen *g*. mal sehen ob ich was schönes basteln kann ...


naja, ein wochenende war noch...
... langweilig war mir nicht *g* ... fange an hamburg wirklich zu mögen!
die wg wächst langsam zusammen. wir haben noch ein paar schwierigkeiten miteinander, weil besimmte dinge nicht funktionieren. das sind aber kinderkrankheiten. ansonsten sind alle sehr nett, ich kann mich über keinen beschweren.
... und mitlerweile findet man bei uns in notfällen auch was zu essen (wir haben auch 4 pfannen und ... *zähl* ... viele töpfe um etwas zuzubereiten) und es gibt auch ab und zu süßigkeiten.

das war die ansparche zur lage der ration ...
... bis die tage!

Thursday, February 16, 2006

la creation

kühlschrank auf: ich habe noch zwei scheiben käse, eine halbe paprika und eine packung schwäbische maultaschen ... und mächtigen hunger.

da die maultschen gleich neben den tortellini im kühlfach hingen, gehe ich davon aus, dass dies eine trockenvariante der mir bekannten, in der suppe schwimmenden, maultasche ist. also wasser aufgesetzt, öl und salz dazu ... richtig spaghetti-like!

ich hacke paprika und käse klein (eine scheibe muss sofort gegessen werden *g*) und nachdem die taschen schwimmen, lese ich auf der verpackung etwas von suppe und dass die maultaschen in eine heiße brühe gehören.

shit!

also ran ans werk: etwas mehr öl dazu, und das wasser ordentlich salzen ... ich finde noch ein bisschen instant-brühe und geb etwas dazu (nicht viel, weil sie nicht mir gehört) aber es ist viel zuviel wasser. die maultaschen, so denk ich mir, ansich schon keine extrem würzige nahrung, dazu noch ausgelaugt von trübem nudelwasser ... und gegessen wird es trocken, höchstens mit olivenöl als schmiermittel.
ich muss schnellstens irgendetwas anstellen. mir fällt die pfanne, die ich gerade abgewaschen habe, in der ecke auf und ich setzte sie auf ... etwas öl ... und ein bisschen von dem chili-öl dazu, das unsere vormieter vergesslicherweise für uns dagelassen haben.

eine viertelstunde nach dem wässern der suppentaschen sind sie fertig (immer noch in nudelwasser) und das öl ist heiss. ich schöpfe die dinger und brat sie noch kurz mit der gehackten paprika an. eine riesen sauerei, weil die taschen natürlich zu feucht sind um direkt in die pfanne geschmissen zu werden.
egal, ich mache weiter, man kann putzen.

fertig!
raus auf einen teller, den gehackten käse drüber und einen schuss oliven-öl.

langsam öffne ich ein bier und setzte mich an den tisch, darauf wartend, dass der käse anschmilzt.

... will hoffen dass es schmeckt!

Wednesday, February 15, 2006

der nächste morgen ..

manchmal kann aber auch hamburg nett sein und ein paar schöne strahlen durch seine gassen fließen lassen. hier das berühmte "goldene dachl" als replika des in innsbruck stehenden originals.





freundlich war mir dieser tag gesonnen!







und ein letzter blick über den fußballplatz auf der anderen straßenseite, auf das uke (uniklinik) im hintergrund.







rubén ist gestern hier eingezogen (zumindest teilweise) und das war natürlich anlass, auf ein bier zu gehen. endlich ist die hoheluft-wg komplett. witzig an diesem abend, und was ihn von allen anderen unterscheidet, war, dass es die totale, multikulturelle erfahrung war. einer gruppe spanier (zu der auch rubén gehört) haben sich nach und nach andere angeschlossen. mitlerweile umfasst der clan armenier, griechen, spanier, mexikaner, italiener(innen *g*) und ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube ein deutscher war auch dabei. eine etwas surreales bild, wenn an einem tisch in mehr als zwei sprachen gesprochen wird und sich irgendwie alle trotzdem verstehen.
außer, und genau da lag irgendwann das problem, es wird immer später und man schwätzt den falschen in der falschen sprache an. nicht, dass dies zu irgendwelchen problemen führte, dass sich jemand beleidigt fühlte oder ähnliches, aber die kommunikation litt doch deutlich.
trotzdem: tolles spiel *g*.

ich danke für die teilnahme und wünsche einen schönen abend ...

... auf das der morgige tag ein schöner wird!

balkonia

hier der blick vom balkon hin zum haus. es ist eine ganze kleine welt, in die man da eintaucht wenn man hier hinunterblickt ... eine art schräge hinterwelt im spiegel, in der sich leute rauchend grüßen, die sich im treppenhaus nicht mehr als ein müdes lächeln übrig haben.



ein augenblick über den dächern und schornsteinen hamburgs, in der sich der wundervoll schwangere bedrohlich dunkelblaue himmel über die binnenalster spannt.

home sweet home!

blöderweise sind nur die bilder von küche bad und klo was geworden, weil mit kunstlicht sehen die anderen räume auf foto nicht einladend aus und tagsüber bin ich selten zuhause wenn die sonne schön scheint.





hier seht ihr unsere küche. geteilt in einen teil mit spüle und einen größeren mit dem herd. was man auf den bildern jetzt nicht sehen kann, ist dass wir stolze besitzer von zwei kühlschränken sind, bei denen wir uns den luxus leisten sie trotz halbvollem zustand beide in betrieb zu halten.



unser farbenfrohes bad ist einer der höhepunkte der hoheluft-wg tour. aus irgendeinem grund ist genau diese wand relativ geladen, während die gegenüberliegende ein eher kahles bild zeigt.







willkommen auf unserer stylisch, spartanischen altbautoilette. man beachte die streichhölzer die auf dem spülkasten liegen um nach größerem geschehn den geruch durch anzünden mithilfe des schwefels neutralisiert ... ich weiß nicht ob es funktioniert, aber der beißende schwefel überdeckt zumindest einiges *g*.



zum schluss möchte ich euch noch die extrem spannende konstruktion zeigen, die es uns ermöglicht im klo das fenster, welches wie man sieht am ende eines kleinen schachts liegt, zu betätigen.





... bitte verzeiht mir dieses unding an wischwerkzeug im vordergrund des letzten bildes.

meine damen und herren,

willkommen zu unserem kurzen diavortrag "yeti am meer", aber lassen sie mich vorher noch ein paar worte sagen ...

zum reinen verständnis: ich werde die verschiedenen begebenheiten und motive etwas trennen und in jeweils eigene "beiträge" setzten.

... also, bleibt dran!

danke fürs reinschauen und viel spass bei unserem prime-time-werbepausenfüllenden unterhaltungsprogramm.
ihr knut wandervogel.

Sunday, February 12, 2006

aufholbedarf

wieder zurück in hamburg hat sich die letzten drei tage nicht sonderlich viel getan, somit gibt's nur eine kurze zusammenfassung, eine art wochenrückblick:

der freitag war denkbar anstrengend, nach einer so langen fahrt und dem entsprechenden redbul,l dazu war die nacht einfach zu kurz und ich fühlte mich wie gerädert. das redbull, weil die autobahnen in deutschland kerzengrade sind (klar, sie haben auch keine berge die man umfahren oder untertunneln müsste) und das gerädert, weil ich einfach mehr schlafen hätte sollen, aber da ich mich am donnerstag wirklich fit fühlte, kaum müde, bin ich nicht früher als sonst ins bett. man sollte eine lange autofahrt nie unterschätzen.
... ich fühlte mich am freitag morgen wie drei tage durchgesoffen.

als ich dann um 21:00 nach hause gekommen bin war eines gut: endlich ausschlafen; und anderes nicht: weil der avid-rechner eine festplatte nicht erkennen wollte, war klar, dass tom und ich am samstag nachmittag noch eine avid-session machen müssten.

ok, ausschlafen, kurz einkaufen, wieder in die firma (um 16:00 ... aber mehr als kurz einkaufen war nicht drin *g*).
aber, und hier ein klitzekleines plus, diesmal zu 'ner vernünftigen zeit nach hause, ich hätte sogar noch einkaufen können, was unter der woche nur einmal der fall gewesen ist, obwohl die geschäfte hier erst um 20:00 schließen. naja, that's life!

etwas ist doch geschehn', die digi-cam ist angekommen und jetzt ist plötzlich sonntag und ich schaffe es nicht einmal die fotos ins netz zu stellen. ich bringe es nicht fertig euch zu zeigen wie's hier aussieht ... ne, tatsache ist, dass ich zu faul bin die bilder kleiner zu machen und ich schäme mich auch ein bisschen euch meinen saustall zu zeigen ... ne schmarrn! bald gibts fotos.

ich muss mir wegen dem fahrrad was überlegen. ich darf es nicht in die wohnung tragen, und in den keller will ich es nicht sperren, weil ich es dann jeden morgen aus diesem loch herauskitzeln muss, dass ist mir zu hart, da wär mir das tragen in den vierten stock noch lieber. momentan steht es im freien in einer seitenstraße. geklaut wird es nicht, da bin ich mir sicher, ich habe schon das richtige rad ausgesucht, aber die lichtanlage ist nicht richtig wasserdicht, was das fahren in einer regnerischen nacht etwas finster macht (vom nassen sattel mal ganz abgesehen).

langsam merke ich wie der informationsfluss aus der heimat versiegt ... langsam aber doch.
das soll bitte kein vorwurf an irgendjemanden sein, es macht mir nur klar, wie weit weg ich wirklich bin ... es ist komisch, sich bei einem film zu denken: "hey, der würde doch dem und dem sicher gefallen ...", und man kann demjenigen das höchstens ausrichten lassen, weil er nicht chattet, oder keinen computer/internetanschluss besitzt.

muss mich hier dringend mehr unter leute mischen!

Thursday, February 09, 2006

the job II

um sieben aufstehn, um acht am hotel die materialien einladen, die über nacht einer von uns aus sicherheitsgründen mit auf sein zimmer genommen hat, um neun beginnt die präsentation etwas außerhalb der stadt ...
... und ich hab frei!

zuerst eine stunde schlafen, dann mal in die stadt, ein bisschen sehen, was düsseldorf so zu bieten hat.

ergebnis: nicht viel, außer verdammt teure geschäfte (bsp: “cartier” inklusive eigenem türsteher *g*) und ein mcdonalds bei dem man beliebig viel trinken kann und rauchen erlaubt ist.
ich war das erste mal in einem starbuck’s und habe zwei sachen erfahren, nämlich erstens ist das geschäft scheiß teuer und zweitens stimmt das gerücht nicht, dass man die tassen dafür mitnehmen kann.
apropos teuer: habe auch gelernt, dass es in deutschland möglich ist, falls man an einen falschen geldautomaten gerät, dass dieser einem für das geldabheben € 4,50 berechnet ... fies!

kurz vor ich mein mittagessen bestellen kann klingelt das telefon. das meeting ist anders als erwartet pünktlich fertig und ich muss los.

wieder 430 kilometer durch die nacht, durch regen, schnee und stau ...

... ab nach hamburg-city!

Wednesday, February 08, 2006

the job I

die ausgangssituation:
ppm (pre production meeting) für ein größeres projekt steht auf dem plan. die verantwortlichen (inkl. regisseur) haben bahnreservierung, hotel ... alles besorgt. nur die präsentationsmaterialien im wert von über € 20.000 sollten besonders schonend nach düsseldorf transportiert werden (transportunternhemen: zu teuer, zu unsicher).
die lösung: ich muss fahren!

insgesamt 430 kilometer ein weg
geplante abfahrt um 14:30
geplante ankuft um 18:30
tatsächliche abfahrt um 15:30
tatsächliche ankunft um 21:30

alles kein problem, mein zimmer ist schon gebucht, das meeting ist erst am nächsten tag und glücklicherweise hat sich am abend nichts mehr an der eigentlichen präsentation geändert, sodass keine materialien angepasst oder geändert werden müssen, wie wir ursprünglich befürchtet hatten.

dank navigationssystem war auch das zurechtfinden in düsseldorf kien allzugroßes problem. es lebe der fortschritt !!

Tuesday, February 07, 2006

workaholic?

langer arbeitstag ...
... hanso und chicken warten!

ich versuche mich an das avid-schnittprogramm zu gewöhnen, hätte nicht gedacht, dass zwei anwendungen, die den selben zweck haben, sich so sehr unterscheiden. tatsächlich wäre ich ohne die speziell beschriftete tastatur vollkommen aufgeschmissen. habe versucht ein paar mir aus finalcut bekannte befehle über die avid-menustruktur zu finden, bin aber gescheitert. die einzig verbleibende lösung ist die kryptischen zeichen auf ebenjener tastatur auswendig zu lernen.

ich hasse es, wegen jeder kleinigkeit nachfragen zu müssen, aber es ist immerhin erst mein zweiter arbeitstag und ich kann einfach noch nicht alles wissen. tom erklärt mir alles sehr geduldig, auch wenn es zweimal sein muss. man merkt, dass ich nicht sein erster praktikant bin.

es wird halb elf, bis ich die firma verlasse und chicken und hanso sind bereits los. wir hatten vor uns auf der reeperbahn zu treffen, doch da sie dort auf zuviele prostituierte getroffen sind haben wir auf “schanze” umdisponiert.
die zwei sind echt super: sie haben auf anhieb eines der gemütlichsten lokale gefunden, das hamburg zu bieten hat.
werde mich heute von ihnen verabschieden müssen, obwohl sie noch bis morgen mittag in der stadt sind, denn für morgen steht ein “etwas anderer” auftrag in meinem kalender.

Monday, February 06, 2006

first day : die zweite

nette firma, nette leute, angenehmes arbeiten!

ein kleiner wehrmutstropfen: ich arbeite auf pc. ich will mich nicht beschweren, aber die avid-software würde auf mac auch laufen ... nene, es wird schon gründe geben, warum ein pc an dem arbeitsplatz steht, und wenns nur die kosten sind.
apropos arbeitsplatz: schön groß, mit jeder menge technischem schnickschnack (sogar ein u-matic-laufwerk ist da ... hoch lebe die gute alte zeit!). ich habe meine ruhe, während oben im büro verhandelt wird, ob der oder die jetzt einen firstclass-flug inkl. maybach am drehort bekommt oder nicht. muss auch sein.

als eingefleischter mac-user muss ich noch erwähnen, dass der erste tag von pc-macken geprägt war welche ausnahmsweise mal nicht auf meine verwöhntheit im bezug auf user-interfaces zurückzuführen war, sondern gänzlich auf das system alleine. das antiviren-programm (was ist das?) hat den avid schnittplatz vollkommen außer gefecht gesetzt. naja, nach einem halben tag intensiver reperatur konnte damit wieder geabeitet werden ... da lacht das herz!

habe meinen ersten besuch bekommen!
hanso und chicken haben letzten sommer zufällig bei hofer (österr. für aldi) einen flug nach hamburg gebucht, und nutzen jetzt die gelegenheit bei mir zu logieren. ich freu mich drüber.
haben mir vorarlberger bier mitgebracht, was zu regem kulturellen austausch mit meinen mitbewohnern führen sollte ... jonas schmeckts *g* (wie gesagt, werde bei gegebener zeit näher auf meine mitbewohner eingehen).
sie hatten eigentlich noch eine weitere aufgabe, nämlich mir noch ein paar utensilien von zuhause mit zu bringen, unter anderem meine heiß geliebte bratpfanne und ein scharfes messer (schon mal versucht einen leib brot mit einem buttermesser zu schneiden). naja, die tasche hat es nicht weit geschafft ... aufgrund von superbowl-bedingtem schlafmangel blieb sie bereits am lindauer bahnhof liegen ... ich bekomm sie jetzt ein bisschen später, noch ist nichts verloren.

Sunday, February 05, 2006

bilderflut

nick ist jetzt eindeutig krank, was ihn aber nicht daran hindert ins institut zu gehen (wiederhole: er ist krank und es ist sonntag!). ich möchte wissen wie sein zeitplan aussieht, wenn er mal unter stress steht ...

damit ihr nicht nur über hamburg lesen sondern auch mal ein paar schöne bilder sehen könnt habe ich mir eine digi-cam bestellt.
keine angst ich werde nicht aufhören zu schreiben, aber ich bin mir sicher dass die neugierde auf die visuellen eindrücke groß sein dürfte. mit etwas glück kann ich mir sogar noch vor dem liefertermin eine kamera ausleihen ...

ich möchte euch gerne zeigen wie mein zimmer aussieht, in dessen mitte ein fahrrad steht und die bettdecke ein schlafsack im bettbezug darstellt, wie die sonne über den dächern der stadt untergeht und an den schornsteinen ein orangen-bläuliches lichtspiel veranstaltet, wie die teils zugefrorene alster in mitten dieser stadt schweigt, wie der fußballplatz neben meiner wohnung leer daliegt und seine nackten tribünen preisgibt, wie am kiez nachts die lichter angehen und man sich vorkommt wie in vegas ... und die vielen kleinen ...
schluss! das heb’ ich mir für später auf, ich hoffe ihr verzeiht.

ich habe mich noch nicht an die leerzeiten gewöhnt.
fernsehen will und kann ich nicht, weil ich mir für die kurze zeit in hamburg und die noch kürzere in dieser wohnung bestimmt kein solches gerät kaufen werde, nachrichten haben wir keine abonniert, bücher hab' ich keine mitgebracht, den paar bekannten, die ich bis jetzt habe, will ich nicht zu sehr auf die pelle rücken, die behördengänge und besorgungen sind abends und am wochenende nicht möglich und viel "hausarbeit" habe ich nicht.

einen vorteil hat das ganze:
ich freue mich auf den job, bin gespannt was ich zu tun habe (genauer noch wie) und wie sehr es mich fordern (und fördern) wird. sobald ich in hamburg arbeite verfliegt dieses "sich fremd fühlen" sicher auch.

ich lass mir zeit!

Saturday, February 04, 2006

traute zweisamkeit

mein mitbewohner nick schafft es heute nicht aus den laken!
was so nicht ganz richtig ist, denn er ist um neun bereits im institut gewesen (uniklinik), aber als er kurz nach mittag heimkam fiel er um wie ein sack stroh und schafft es nicht mehr auf die beine, obwohl er es mehrmals versucht hat ...
diese mediziner arbeiten die ganze woche wie die irren und klappen am wochenende zusammen, dabei müssten doch gerade sie wissen was für ihren körper wichtig und gesund ist.

ich verbringe die zeit damit, herauszufinden wie denn diese wg vor nicks und meinem einzug funktioniert haben soll. habe in der abstellkammer ein regal gefunden, auf dem verschiedene fächer den wg-mitgliedern zugeteilt waren. die bierflaschen neben dem mülleimer und die vielen leeren pizzaschachteln oben auf dem schrank lassen auf eine sehr ausgewogene und gesunde ernährung schließen und der umstand, dass fast kein kochgeschirr zu finden ist verstärkt dieses bild noch zusätzlich.
die küche scheint nicht unbedingt der hauptaufenthaltsort meiner vormieter gewesen zu sein.

ich bin sowieso ein bisschen verwundert, dass jonas, der einzige der schon länger in der wohnung ist, sich zwischen nicks und meiner ankunft aus dem staub gemacht hat. wir zwei erkunden die wohnung und richten uns so gut es geht ein, machen uns unsere eigenen regeln ...
wie es scheint ist jonas nicht derjenige, der ein extrem intensives wg-leben führt ... ich glaube es wird nicht viel geben an dem wir uns stoßen könnten.
ein bisschen nervig ist es schon, weil wir beispielsweise nicht auf den router (wlan) zugreifen können und niemand uns den schlüssel sagen kann ...
wenigstens haben nick und ich 50% der stimmen, somit können wir den umstand eine woche nur zu zweit zu sein als vorteil nutzen. wenn wir uns etwas ausmachen, müssen die anderen fast zwangsläufig mitziehen.

... selber schuld!

Friday, February 03, 2006

st. pauli und der kiez

erste sonnenstrahlen. die stadt zeigt sich freundlich, dem perfekten start in den tag steh nun nicht mehr viel im weg ... bis auf die nicht beherrschten kaffeemaschinen ...

habe heute die zweite von dreien ausprobiert, die in der wohnung verteilt sind … war nicht das gelbe vom ei, schmeckte ehrlich gesagt sogar gräßlich, werde morgen vielleicht die dritte testen ... vielleicht verzichte ich auch lieber für meinen restlichen aufenthalt in hamburg auf kaffee.

während ich mich damit abfinde, nie wieder kaffee trinken zu können, klart der himmel ganz auf, ich bekomme blaues zu sehen ... wenigstens ist die welt gnädig mit den unglücklichen.

der plan mir dann zu mittag was zu kochen scheiterte schon in den anfängen, da nicht einmal salz zu finden war ... dieses gekauft fehlte dann das zweite: öl (hatte ich nicht besorgt, weil ich eine bestimte flasche in der küche für olivenöl gehalten hatte ... konnte ja nicht wissen, dass mein mitbewohner 4 verschiedene essig-sorten hortet)
... ging auch ohne!
glücklicherweise hatte ich nudeln und pesto gestern selber eingekauft, somit konnte da zumindest nichts schiefgehn’. ergebnis: nudeln schmecken auch ohne das olivenöl im wasser ... wenn das pesto nur ölig genug ist.

auf dem weg zum supermarkt ist mir ein entscheidendes merkmal aufgefallen, an dem man erkennt, dass man sich in einer großstadt befindet. nirgens sonst musst du um hundert meter zu gehn’ an drei ampeln auf grün warten, von denen keine über eine straße führt, die man bedenkenlos ohne rücksicht auf das rote leuchten überqueren könnte. gesünder leben braucht zeit!

nach dem abendessen allerdings ging die show los: ab aufn’ kiez!
zuerst in “rosi’s bar”, einer kleinen kneipe in einer seitenstraße der reeperbahn, in der in einem “hinterzimmer” ein tischkick steht. um meine pflicht als uwe’s-gänger zu erfüllen musste ich fordern und meine würdigkeit beweisen.
natürlich hab’ ich verloren, aber ich bin um einiges an erfahrung reicher:
hamburger spielen mit mitte-tor, auf unendlich schrägen tischen, für die man stahlarbeiterarme braucht um den (unglaublich schweren) ball mit den (unglaublich schwergängigen) figuren halbwegs zügig zu bewegen, sprich die trägheit der masse. es ist hier noch ein spiel für richtige männer ...

später noch in die “cobra-bar”, in der die musik zwar vorzüglich war, aber die gäste hatten heute eher pogo als tanzen im kopf , so sind wir, teilweise lädiert, abgezogen, und nach einem absacker in der “maniac-bar” (ich bin mir nicht sicher, ob sie so heißt, aber das tut nichts zur sache) dann sichtlich erschöpft nach hause.

die reeperbah ist eine sache für sich, es ist massig was los, es erinnert rein von den menschenmassen etwas an disneyland oder europapark ...
viel polizei! ich hab’ mir sagen lassen, dass die reeperbahn früher ein extrem gefährliches pflaster gewesen sein muss, des öfteren haben sich besitzer von nachtclubs gegenseitig erschossen, gab es bandenschläger- und –schießereien.
auf dem heutigen kiez bekommt dafür jeder was er will. findet man die entsprechenden seitenstraßen kann man in einer ganz gemütlichen, urigen bar bei guter musik sitzten (ok, sitzten wird am wochendende meistens nicht gehn’) und ein bier trinken, oder einen block weiter ausgiebig tanzen, oder ab in einen der vielen stripschuppen *zwinker*.
es findet wirklich jeder etwas ... das totale angebot.

Thursday, February 02, 2006

mobility

habe mich mit einem grundrepertoire an lebensmitteln versorgt. die basis für ein normales leben ist damit gestellt, allerdings kann ich noch keinen kaffee machen, habe die funktion der espressomaschine noch nicht ganz verstanden, das wiedererscheinen des hauptmieters wird da klarheit schaffen.
funktioniert dieses, ist ein deutsches telefon besorgt und die internetverbindung hergestellt, hab’ ich einen lebenswürdigen standard erreicht. dürfte nächste woche schon soweit sein.

zumindest für das internet habe ich eine provisorische (aber legale *g*) lösung gefunden, wobei diese mich dazu zwingt im flur hinter der eingangstür zu sitzen. naja, ein etwas komisches bild, aber hauptsache internet.

bin dem problem mit der an- bzw. ummeldung nochmal nachgegangen und dabei hat sich ein neues problem herausgestellt: die anderen mieter der wohnung, auf die ich mich dabei beziehen wollte, sind ebenfalls nicht gemeldet … muss also noch ein bisschen warten.

positives: ich hab’ ein “mobile” ersteigern können, ein stylisches dreigang damenrad!
die rückleuchte musste ich austauschen und der hinterreifen ist sich nicht ganz sicher, ob er die luft halten soll … aber für € 24 war es ein ziemlich guter deal. noch dazu hat es die selbe farbe wie mein zurückgelassener golf II – cool!!

kurzer eintrag zur versteigerung:
ich war sehr erstaunt als der auktionator, “zum ersten … zum andern … zum dritten, verkauft!”, gerufen hat. mich hat das stark an das germanische “de andere mann” erinnert, was soviel heißt wie der zweite mann. stark!

zumindes hat mich das rad bereits duch halb hamburg gebracht, von altona nach eppendorf, ist ‘ne ganz schöne strecke, bin zufrieden mit ihm (… und mir).
auf dieser “reise” ist mir eines aufgefallen, diese stadt verändert ihr äusseres nach jeder straßenecke. einige stadteile erinnern zum verwechseln an wien, andere an berlin (war zwar nie dort, aber so stelle ich es mir vor) und eine ecke weiter ist man wieder irgendwo anders, was aber alle gemeinsam haben ist ein ganz besonderer flair, ich kann ihn nicht beschreiben, noch nicht … lasst mir etwas zeit ich komme später darauf zurück.

das zimmer hat mittlerweile schreibtisch, stuhl und ein regal bekommen. letzterem fehlt noch eine diagonale, d.h. es lehnt noch etwas windschief seitwärts an der wand, aber es hält. und ich habe fürs bad weitere haken besorgen können, muss mein handtuch nicht mehr über den heizkörper hängen.

vereinzelte anrufe von freunden, die noch nicht wussten, dass ich das land verlassen habe, lassen mich etwas melancholisch werden. ich kenne das gefühl, hatte aber erst hach einer woche oder zwei damit gerechnet, aber umso früher es beginnt, desto früher ist es vorbei.

vermisse euch trotzdem!!

Wednesday, February 01, 2006

first day

das also ist hamburg …

noch gestern abend hab’ ich geflucht bei der entscheidung, was alles nicht mit auf diese achtmonatige reise darf und kann, was hingegen muss, und heute sitze ich in einem spärlich möblierten zimmer (mit spärlich meine ich ein bett, sonst nichts) in der hohelufchaussee 132 und versuche fremde wlan-netze anzuzapfen. die sorgen von gestern scheinen bei weitem nicht die tragweite zu haben, wie es schien (nur meine pfanne geht mir ab).

die wohnung ist sehr schön, helle dielenböden, frisch renovierter altbau, entsprechend hohe räume, die küche ist schön und aufgeräumt, bad und toilette sauber, hier lässt sich leben.

die umgebung scheint recht nett … einige lokale, kleine cafés und kneipen sind von der haustüre aus zu sehen, werde die nächsten tage auf entdeckungsreise gehn’. gleich nebenan ist die “arena”, ein kleines fußballstadion, wobei -platz eher bezeichnend wäre, aber zumindest der eingangsberreich ist gesichert, mit drehtüren versehen und versprüht leichtes ligaspiel-flair.

habe äußerst positive erfahrungen mit den hamburgern gemacht, immer nett, stets zuvorkommend. die leute scheinen wirklich schlechte laune nicht zu kennen, oder sind so zivilisiert diese in der öffentlichkeit nicht zu zeigen, was wiederum die laune hebt.

bin mit nick (meine mitbewohner werden später noch ein ausführliches feature bekommen) in eine kneipe ein chili con carne essen gegangen, sehr lecker! sehr uriges lokal ... ich muss nachfragen (und mir merken) wie es heisst.

wie es scheint darf ich meinen wohnsitz nicht offiziell in hamburg melden, da ich in illegaler untermeite wohne, darf kein geld verdienen und kann kein telefon kaufen, weil ich nicht in deutschland wohne, kann desswegen nicht erfolgreich über weitere distanzen kommunizieren, bin also nach postmoderner weltanschauung noch kein mensch.